Der Geschichts- und Kulturverein unterstützt Kunst im öffentlichen Raum. In den letzten Jahren wurden drei Projekte „Musica und Herold“ und „Aakesbaas“ von Roger Löcherbach sowie  „Großer Schritt“ von Peter Könitz erfolgreich umgesetzt. Die Anschaffung, die Aufstellung und die laufenden Kosten werden aus Spenden finanziert. Die Aufstellung der Kunstwerke erfolgt in Abstimmung mit der Jury „Kunst im öffentlichen Raum“ der Stadt Essen und Grün & Gruga sowie der Bezirksvertretung IX auf Grundstücken der Stadt Essen.
Ein besonderer Dank gebührt Barbara Schröder, die mit Ausdauer und Beharrlichkeit die Projekte geplant, Spenden gesammelt und die Umsetzung organisiert hat.

Zeitfenster Werden – Der Blick des Albert Mittweg

Albert Mittweg (1852-1930) fotografierte mit bester Technik und großem Können die Menschen und Ereignisse von Werden auf Glasplatten. Bis heute begeistert sein ungewöhnlich weitgespanntes Interesse an seinem Heimatort. 292 Aufnahmen wurden im Jahr 2023 mit öffentlicher Förderung digitalisiert.

Von 15 ausgewählten Fotos wurden großformatige Drucke erstellt. Diese wurde am Werdener Gymnasium, am Geschäftshaus Kind, an der ehemaligen Heckerschule, an der „Alten Post“ sowie an der DM-Passage zwischen Brück- und Abteistraße angebracht.

Die Einweihung der Ausstellung erfolgte am 12. Oktober 2025

Von links nach rechts: Barbara Schröder (Geschichts- und Kulturverein Werden), Thomas Kufen (Oberbürgermeister der Stadt Essen), Michael Gaigalat (Werdener Bürger- und Heimatverein), Prof. Johannes Brus (Bildhauer).“
Foto: Peter Noçon/Werdener Nachrichten

„Löwe“ von Johannes Brus

Bei der Besichtigung des Ateliers von Johannes Brus im ehemaligen Kruppschen Wasserwerk entdecken die Teilnehmer im Atelier einen liegenden Löwen aus Beton. Sofort entstand die Idee und der Wunsch, den Löwen nach Werden zu holen. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es noch kein Werk des international bekannten Künstlers im Essener Süden.
 
Das gemeinsame Projekt des Werdener Bürger- und Heimatvereins und des Geschichts- und Kulturverein Werden hat das nun geändert. Der Löwe wurde durch mannigfaltige Spenden und Förderungen gekauft und auf der Rasenfläche vor der Luciuskirche aufgestellt. „Pax tibi Marce Evangelists meus“ liest der Betrachter auf dem Sockel, „Friede sei dir Marcus mein Evangelist“.
 
Die Enthüllung erfolgte am 5. Juli 2025

„Großer Schritt“ von Peter Könitz

Peter Könitz hat ab 1958 an der Folkwangschule Essen, der Kunstakademie Düsseldorf und der Ecole des Beaux-Arts in Paris Bildhauerei studiert.
Er erhielt verschiedene Auszeichnungen und ist vor allem im öffentlichen Raum mit seinen Skulpturen vertreten (z.B. vor dem Lembruck Museum in Duisburg).
Peter Könitz lebte und arbeitete 40 Jahre in Mülheim a.d. Ruhr. Seit 1985 hat der Künstler sein Atelier und sein Wohnhaus in Wymeer, Ostfriesland.
Die Skulptur wurde auf der Wiese neben dem Brunnen, am Werdener Kräutergarten aufgestellt.
 
Die Enthüllung erfolgte am 11. Dezember 2021.
Musica und Herold von Roger Löcherbach am Parkplatz Werdener Feintuchwerke In Essen-Werden

„Musica und Herold“ und „Aakesbaas“ von Roger Löcherbach

Der 1963 in Kirchen im Westerwald geborene Roger Löcherbach arbeitet seit 1998 als freischaffender Bildhauer in einem Atelier in den Fischlaker Höhen in Essen. Roger Löcherbach studierte Kunst und Latein an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und an der Kunstakademie Münster. Er machte sein Examen in Bildhauerei.
Seine Arbeiten im öffentlichen Raum finden sich unter anderem in Andechs (Bayern), Düsseldorf, Freising und im Landschaftspark Duisburg-Nord. In Mühlheim steht eine seiner Skulpturen in der Gesamtschule Willy Brandt.
 
Musica und Herold würde am 17.12.2016 der Öffentlichkeit übergeben.
Neben dem Kinderspielplatz auf dem Brehm in Essen-Werden hat Roger Löcherbach einen Aakesbaas verewigt. Die Skulptur wurde vom Künstler vor Ort aus einer alten Platane geschaffen.
Aakesbaase waren die Steuermänner der Ruhraaken, die die Kohle der Zechen über die Ruhr nach Duisburg transportierten. Es waren wahrlich wilde Gesellen. Heute ist es kaum noch vorstellbar, dass die Ruhr über 100 Jahre zwischen 1780 und 1890 eine stark befahrene Schifffahrtsstraße war. Die Ruhraaken waren Plattbodenschiffe ohne Kiel mit einer Länge von bis zu 34,50 Metern und einer Breite von fast 5 Metern. Flussaufwärts wurden die Aaken getreidelt, d.h. von Pferden über den Leinpfad und über ein bis zu 400 Meter langes Seil gezogen. Das Seil war am Mast befestigt.
 
Die Enthüllung erfolgte am 31.10.2019.
Aakesbaas von Roger Löcherbach auf dem Brehm in Essen-Werden