Der Geschichts- und Kulturverein unterstützt Kunst im öffentlichen Raum. In den letzten Jahren wurden drei Projekte “Musica und Herold” und “Aakesbaas” von Roger Löcherbach sowie  “Großer Schritt” von Peter Könitz erfolgreich umgesetzt. Die Anschaffung, die Aufstellung und die laufenden Kosten werden aus Spenden finanziert. Die Aufstellung der Kunstwerke erfolgt in Abstimmung mit der Jury “Kunst im öffentlichen Raum” der Stadt Essen und Grün & Gruga sowie der Bezirksvertretung IX auf Grundstücken der Stadt Essen.
Ein besonderer Dank gebührt Barbara Schröder, die mit Ausdauer und Beharrlichkeit die Projekte geplant, Spenden gesammelt und die Umsetzung organisiert hat.

“Großer Schritt” von Peter Könitz

Peter Könitz hat ab 1958 an der Folkwangschule Essen, der Kunstakademie Düsseldorf und der Ecole des Beaux-Arts in Paris Bildhauerei studiert.
Er erhielt verschiedene Auszeichnungen und ist vor allem im öffentlichen Raum mit seinen Skulpturen vertreten (z.B. vor dem Lembruck Museum in Duisburg).
Peter Könitz lebte und arbeitete 40 Jahre in Mülheim a.d. Ruhr. Seit 1985 hat der Künstler sein Atelier und sein Wohnhaus in Wymeer, Ostfriesland.
Die Skulptur wurde auf der Wiese neben dem Brunnen, am Werdener Kräutergarten aufgestellt.
 
Die Enthüllung erfolgte am 11. Dezember 2021.

“Musica und Herold” und “Aakesbaas” von Roger Löcherbach

Der 1963 in Kirchen im Westerwald geborene Roger Löcherbach arbeitet seit 1998 als freischaffender Bildhauer in einem Atelier in den Fischlaker Höhen in Essen. Roger Löcherbach studierte Kunst und Latein an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und an der Kunstakademie Münster. Er machte sein Examen in Bildhauerei.
Seine Arbeiten im öffentlichen Raum finden sich unter anderem in Andechs (Bayern), Düsseldorf, Freising und im Landschaftspark Duisburg-Nord. In Mühlheim steht eine seiner Skulpturen in der Gesamtschule Willy Brandt.
 
Musica und Herold würde am 17.12.2016 der Öffentlichkeit übergeben.
Neben dem Kinderspielplatz auf dem Brehm in Essen-Werden hat Roger Löcherbach einen Aakesbaas verewigt. Die Skulptur wurde vom Künstler vor Ort aus einer alten Platane geschaffen.
Aakesbaase waren die Steuermänner der Ruhraaken, die die Kohle der Zechen über die Ruhr nach Duisburg transportierten. Es waren wahrlich wilde Gesellen. Heute ist es kaum noch vorstellbar, dass die Ruhr über 100 Jahre zwischen 1780 und 1890 eine stark befahrene Schifffahrtsstraße war. Die Ruhraaken waren Plattbodenschiffe ohne Kiel mit einer Länge von bis zu 34,50 Metern und einer Breite von fast 5 Metern. Flussaufwärts wurden die Aaken getreidelt, d.h. von Pferden über den Leinpfad und über ein bis zu 400 Meter langes Seil gezogen. Das Seil war am Mast befestigt.
 
Die Enthüllung erfolgte am 31.10.2019.