1920 – Bürgerkrieg im Ruhrgebiet
13. Oktober, 19:30 - 21:00

Kapp-Putsch, Rote Ruhr-Armee, die Opfer in Werden
Dr. Thomas Schwarzkopf
Am 13. März 1920 hatte sich der Reichsbeamte Wolfgang Kapp mit Hilfe von Teilen der Reichswehr an die Macht geputscht. Der Putsch scheiterte wenige Tage später. In der Folge kam es insbesondere im Ruhrgebiet zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Arbeitern, die dort die sogenannte Rote Ruhr-Armee bildeten, der Reichswehr, den Freikorps und der Sicherheitspolizei. In drei Wochen Bürgerkrieg starben im Ruhrgebiet wahrscheinlich über 2000 Menschen.
Opfer gab es auch in Werden. Am 15. März 1920 kommen ein Mädchen und drei junge Männer in Werden zu Tode, als eine Demonstration von Arbeitern durch Angehörige des Freikorps Schulz gewaltsam aufgelöst wurde.
Was ist damals passiert und warum ist das schreckliche Ereignisse in Werden, aber auch der Bürgerkrieg im Ruhrgebiet insgesamt mit seinen vielen Opfern, heute im öffentlichen Gedächtnis kaum noch präsent?
Der Vortrag gibt Antworten auf diese Fragen.